Orte

Artà - Stadtportrait

Strände, Berge und Naturschutzgebiete, archäologisches Kulturerbe, Kunsthandwerk und Feste – das Städtchen Artà und die umgebende Region im Nordosten Mallorcas sind reich an allem, was die Baleareninsel so reizvoll macht.

Prähistorische Siedlungen

Das hier schon in prähistorischer Zeit Menschen siedelten, zeigen Ausgrabungen talayotischer Dörfer zum einen auf dem Landsitz Sa Canova de Morell bei Colonia de Sant Pere und zum anderen Ses Paisses. Letztere befindet sich etwa einen Kilometer südlich von Artà und ist erstaunlich gut erhalten. Der große Talayot, ein hufeisenförmiger Raum mitten in der Siedlung, stammt aus der Zeit um 1300 vor Chr. Der spanische Staat erklärte Ses Paisses 1946 zum kunsthistorischen Monument. Archäologische Funde der Talayot-Kultur sind im Regionalmuseum in Artà an der Placa Espanya zu besichtigen.

Sant Salvador

Schon von Weitem zu sehen, thront auf dem Kalvarienberg, der höchsten Erhebung Artàs, die Wallfahrtskirche Sant Salvador. In maurischen Zeiten, also etwa zwischen den Jahren 900 und 1230, stand hier die Festung Almudaina. Die Araber gaben der Stadt auch ihren Namen, abgeleitet von Gertan beziehungsweise Jertan, was Garten bedeutet. Die Festungsmauer steht noch. An die Stelle der Burg wurde ab 1832 die barocke Wallfahrtskirche gebaut. Von ihr geht es auf der Kalvarientreppe 180 Stufen hinab in die Stadt zur Pfarrkirche Transfiguracio del Senyor. Ursprünglich stand hier eine Moschee, 1248 wurde die erste Pfarrkirche geweiht und 1573 eine neue im spätgotischen Stil errichtet.

Colonia de Sant Pere

Seine Blütezeit erlebte Artà zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, als erst die Landwirtschaft, später außerdem die Textilindustrie florierte. In der verwinkelten Altstadt zeugen noch einige Bürgerpaläste von diesem Reichtum. Anfang der 1880er Jahre wurde der Küstenort Colonia de Sant Pere als landwirtschaftliche Kolonie gegründet. Heute genießen Urlauber seine ruhige, charmante Atmosphäre.

Kunsthandwerk und Kultur

Rund um Artà stehen Felder voller Zwergpalmen. Deren Blätter werden nach der Ernte aufwendig bearbeitet und zu Productos Palmeros, Korbwarenprodukten, verarbeitet. Das Kunsthandwerk der Korbflechterei gehört zu den ältesten Mallorcas. In Artà ist dienstags Markttag, dann werden auf dem zentralen Placa del Conqueridor neben Körben und geflochtenen Accessoires, Keramik und Lederwaren auch Lebensmittel aus der Region angeboten. Rund um den 6. August wird auf dem Platz das Patronatsfest Sant Salvador mit großem Kultur- und Unterhaltungsprogramm gefeiert. Wer es moderner mag, besucht im 2001 eröffneten Teatre d’Artà zum Beispiel das Cool Days Festival.

Traumstrände und Naturreservate

Zur Gemeinde Artà gehören 25 Kilometer Küstenlinie mit Steilküsten und wunderschönen Stränden, die meisten davon naturbelassen. Der nördliche Teil ist als geschützter Parc Natural de la Peninsula de Llevant deklariert, inklusive der Naturreservate Cap de Ferrutx und Cap des Freu. Hier wachsen Steineichen und Kiefern ungehindert, weiden autochthone Nutztierrassen und nisten Milan und Fischadler. Dazu kommen 5900 Hektar Meeresschutzgebiet, Lebensraum für über 900 Tierarten von Fischen und Korallen bis zu Mittelmeerschildkröten.

Serra de Llevant

Fast parallel zur Küstenlinie verläuft das Gebirge Serra de Llevant. Es ist mit durchschnittlich 400 Meter Höhe längst nicht so mächtig wie die Serra de Tramuntana, bietet aber ebenfalls grandiose Wander- und Radwege. Ein lohnendes Ziel ist die hoch auf dem Massiv von Artà gelegene Einsiedelei Ermita de Betlem, knapp zehn Kilometer nördlich der Stadt.

Unsere Fincas in Artà.