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Orte

Pollenca - Stadtportrait

„Die wirklich feinen Leute gehen nach Pollenca“, hat ein Gesellschaftskritiker bereits um 1900 bemerkt. Klar ist: Andere Orte auf Mallorca haben ebenfalls Traumstrände, ein interessantes Kulturprogramm, eine spannende Historie sowie schicke Läden und Yachthäfen. Aber kaum einer vereint all dies und noch viel mehr wie eben Pollenca - und das zieht die Menschen seit vielen Jahren an.

Zwischen Bergen und Meer

Die Gemeinde Pollenca mit rund 16.000 Einwohnern liegt im äußersten Norden Mallorcas und umfasst drei Siedlungsgebiete: den Hauptort etwa sechs Kilometer landeinwärts, den Touristenort Port de Pollenca mit der Halbinsel Formentor an der Küste sowie dem ehemaligen Fischerdorf Cala San Vicente. Das Landschaftsbild der Gemeinde wird zum einen von einer weiten Bucht mit wunderschönen Stränden und kleineren Badestellen bestimmt. Im Süden trennt sie die zerklüftete Halbinsel La Victoria von der Bucht von Alcudia, im Norden wird sie von der Halbinsel Formentor eingerahmt. Zum anderen liegt Pollenca am Fuße des Tramuntana-Gebirges. Reizvolle Wanderwege und eindrucksvolle Straßen führen durchs Gebirge, zum Beispiel zum „Castillo del Rey“ bzw. zum Kap Formentor.

Römer und Ritter

Gegründet wurde Pollenca im 8. Jahrhundert in der Nähe einer römischen Landstraße. Davon zeugt die über 2000 Jahre alte steinerne Römerbrücke „Pont Roma“, direkt vor der Stadt, die sich über das Bachbett des Torrent de Sant Jordi spannt. Die Brücke war einst Teil der Straße nach Palma und kann heute noch von Fußgängern benutzt werden. Die römische Siedlung „Pollentia“ wurde 440 n. Chr. von den Vandalen zerstört. Aus ihr wurde später Alcudia. Ein paar Kilometer im Landesinneren gründeten die Überlebenden der Überfälle das neue Pollentia, das im Lauf der Zeit zu „Pollenca“ wurde. Ende des ersten Jahrtausends eroberten die Mauren Mallorca. Sie formten das Bild der Altstadt mit verwinkelten Gassen und Fassaden aus gelbroten Bruchsteinen. Die Tempelritter übernahmen Pollenca im 13. Jahrhundert. Unter ihnen wurde 1236 die Pfarrkirche Santa Maria de los Angeles geweiht. Angrenzend befindet sich der zentrale Hauptplatz „Placa Major“, der Einheimische und Touristen heute mit vielen Bars und Restaurants sowie sonntags mit einem Obst- und Gemüsemarkt lockt. Nach den Templern kamen die Jesuiten und gründeten 1697 die Kirche Montesion, die gleich neben dem Rathaus steht.

Säbelrasseln und Musikgenuss

Direkt hinter der Placa Major erhebt sich der 170 Meter hohe Hausberg von Pollenca, der „Puig de Calvari“. 365 Stufen führen hinauf zu einer kleinen Kapelle und einem grandiosen Aussichtspunkt. Der Kalvarienberg wird jeden Karfreitag zum Schauplatz des „Davallement“, einem beeindruckenden Passionsspiel, bei dem von Fackeln beleuchtet die Kreuzabnahme feierlich nachgespielt wird. Die Pfarrkirche im Ort ist Ziel der alljährlichen Osterprozession.

Häufige Piratenüberfälle zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert sind der Grund für das säbelrasselnde Kostümfest „Moros i Cristians“, an dem jeden 2. August hunderte Menschen teilnehmen. Nachgestellt wird die Landung maurischer Piraten 1550, die von christlichen Einheimischen in einer denkwürdigen Schlacht besiegt wurden.

Gesitteter geht es bei den Internationalen Musikwochen von Pollenca zwischen Juni und September zu. Unter der Schirmherrschaft von Spaniens Königin Sofia finden im Kreuzgang des Dominikanerklosters „Claustre del Convent Santo Domingo“ hervorragende Klassikkonzerte statt. Das Kloster beherbergt im Frühjahr auch die größte Weinmesse der Balearen, die „Fira del Vi“.

Sport und Kultur

Ein Eldorado für Wasserratten ist Port de Pollenca. Die feinen weißen Strände laden zum Schwimmen und Relaxen ein, Felsenbuchten zum Tauchen und Schnorcheln. In der Segelschule „Sail & Surf“ können Wassersportler Grundkurse und Prüfungen absolvieren. Ein Besuch des exklusiven Sporthafens „Club Nautico“ lohnt sich auch ohne Boot. Wer lieber den Schläger schwingt, kann zwischen zwei nahen Golfplätzen bei Alcudia und bei Pollenca wählen.

Beim Einkaufen ist besonders der Besuch kleiner Geschäfte zu empfehlen, in denen Produkte der Region angeboten werden, beispielsweise Kosmetik, Schmuck und Lederwaren. Auch das Kunsthandwerk ist vielfältig vertreten, und Galerien präsentieren die Werke zeitgenössischer, vorwiegend mallorquinischer und katalanischer Maler.

Die Kunst hat in Pollenca eine lange Tradition. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Expressionisten den Zauber der Region, Künstler und Intellektuelle siedelten sich an. Sind sie da wieder, die feinen Leute aus dem Spruch des Gesellschaftskritikers? Es müsste doch besser heißen: „Die Leute gehen ins wirklich feine Pollenca.“

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